worte#12/tapete#4/cmy/2008
ESC, graz 2008
in der ausstellung „DIE lagebesprechung“ wird ein worteband präsentiert, auf dem die worte je nach grammatikalischem geschlecht (genus) in den farben cyan, magenta und yellow eingefärbt sind, der rest der worte ist schwarz.
in der deutschen grammatiktradition werden die verschiedenen genera mit termini wie maskulinum, femininum und neutrum bezeichnet, die einen zusammenhang zum biologischen geschlecht (sexus) nahe legen. ein solcher zusammenhang ist im bereich der wörter, die belebte wesen bezeichnen, zwar sehr häufig, aber keineswegs zwingend.
auch die im kunstkontext verwendeten begriffe haben neben ihrer vorgegebenen grammatikalischen geschlechtszuordnung oft auch eine inhaltlich anders besetzte geschlechtszuschreibung.
dies soll mit der tatsächlichen grammatikalischen einteilung verglichen, bzw. beide zuordnungsweisen hinterfragt werden.
zusätzlich zur tapete befindet sich im anhang ein ausdruck der eingefärbten worteliste in a4 format, welcher dem/der betrachterIn zur verfügung gestellt wird und ihm/ihr die möglichkeit bietet über diese vorgegebene grammatikalische geschlechtszuordnung zu reflektieren und worte, die inhaltlich oder im gebrauch üblicherweise dem anderen geschlecht zugeordnet werden, mit einem farbigen textmarker zu markieren.
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A word-banner is presented at the exhibition „Die lagebesprechung“.
The substantives –referring to their grammatical genus- coloured in cyan, magenta or yellow. Neutral substantives and the rest of the words are black. In German grammar substantives are classified in masculine, feminine and neutrum, which suggest a correlation to the biological sex. In such a context, which refers to living creatures this attribution exists quite often. However this is not obligatory.
Terms used in the art context have apart from their specific grammatically classification very often a different gender attribution in terms of contents. This is supposed to be compared to the actual grammatical classification and wants to be examined.
Next to the banner an A4 catalogue of the coloured word-list is put up, which gives the viewer the possibility to reflect on this predetermined grammatical gender attribution and mark those which in terms of context and general usage is attributed towards a different gender.
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